Eine Trennungsgeschichte zwischen Chaos und Umordnung

 

Premiere am Dienstag, den 25. Oktober 2016 um 20 Uhr

Weitere Vorstellungen: 27./28. und 29. Oktober, 20 Uhr

 

2./8./11./16. und 18. November, 20 Uhr

 

Regie und Sounddesign Julia Kastner

Dramaturgie Barbara Kastner

Assistenz Hannah Feiler

Es spielt Dirk Kaufmann

 

Wenn ein unordentlicher Schreibtisch ein Anzeichen für einen unordentlichen Geist ist,

wofür ist dann ein leerer Schreibtisch ein Anzeichen?

Albert Einstein

 

Das halbe Leben web„Wo ist denn der Schlüssel? Er muss hier sein, ich weiß es sicher, aber ich kann ihn nicht finden. Ich spüre Ungeduld, dann Wut. Da ist ja der Staubsaugerbeutel.

Gestern hab ich neue gekauft, wo hab ich die hin? Da könnte der jetzt dazu. Ein Brief von Ulrike ganz hinten in der Schublade. Ist das lange her. Ich muss endlich Ordnung schaffen.“

Doch die Liste der Ausreden ist lang: Keine Zeit zum Aufräumen, zu viel Arbeit, die Kinder, zu kleine Wohnung. Außerdem: wohin mit den Dingen ohne Ort? Wo wohnen die halbgetragenen Klamotten? Zu sauber für die Wäsche, zu schmutzig für den Schrank. Wohin mit Rechnungen, die nicht zur Steuer gehören und dennoch aufgehoben werden müssen? Mit schönen Gegenständen von lieben Menschen, für die kein Platz ist zum Aufstellen, zum Wegschmeißen zu schade? Ebay – zu anstrengend für den mageren Gewinn. Vielleicht weiterschenken? Erstmal zurück in den Schrank. Das schreit nach professioneller Hilfe: Wäsche muss richtig zusammengelegt werden, Schriftstücke müssen sortiert werden und Erinnerungen entsorgt. Das braucht Zeit und tut weh.

Liebevoll und tragikomisch erforscht Zuckerhut Theaterprodukt mit Julia Kastner (Regie) und Dirk Kaufmann (Schauspiel) das Leiden derer, die nicht Aufräumen können und doch so gerne Ordnung hätten. Wir testen Ordnungssyteme, konsultieren Ratgeber, stellen T-Shirts nach Farben zusammen, ordnen Kontoauszüge zu Kontoauszügen, Fotos zu Fotos, versuchen die innere Einstellung zu ändern. Wir treten einen Schritt zurück und suchen die Ordnung im großen Ganzen: In der Philosophie (Habermas: Die neue Unübersichtlichkeit des nachmodernen Alltags), in der

Da könnte der jetzt dazu. Ein Brief von Ulrike ganz hinten in der Schublade. Ist das lange her. Ich muss endlich Ordnung schaffen.“

Doch die Liste der Ausreden ist lang: Keine Zeit zum Aufräumen, zu viel Arbeit, die Kinder, zu kleine Wohnung. Außerdem: wohin mit den Dingen ohne Ort? Wo wohnen die halbgetragenen Klamotten? Zu sauber für die Wäsche, zu schmutzig für den Schrank. Wohin mit Rechnungen, die nicht zur Steuer gehören und dennoch aufgehoben werden müssen? Mit schönen Gegenständen von lieben Menschen, für die kein Platz ist zum Aufstellen, zum Wegschmeißen zu schade? Ebay – zu anstrengend für den mageren Gewinn. Vielleicht weiterschenken? Erstmal zurück in den Schrank. Das schreit nach professioneller Hilfe: Wäsche muss richtig zusammengelegt werden, Schriftstücke müssen sortiert werden und Erinnerungen entsorgt. Das braucht Zeit und tut weh.

Unordnung – ein Menschheits- oder Zivilisatonsproblem? In „Das halbe Leben“ untersucht die Hildesheimer Theatergruppe Zuckerhut Theaterprodukt das Leiden derer, die nicht Aufräumen können und doch so gerne Ordnung hätten. Sie testen Vorgänge des Suchens und Putzens, stellen T-Shirts nach Farben zusammen und beurteilen den Wert der Dinge nach dem vermittelten Glücksgefühl. Sie versuchen ihre innere Einstellung zu ändern, treten deshalb einen Schritt zurück und entdecken – zwischen Staubsauger-Slapstick und unaufgeräumten Sounds – logische Verbindungen von Unordnung auf dem Schreibtisch zu Kreativität, von Ordnungsliebe zu Diktatur und von Chaostheorie zur Anordnung verstreuter Socken.

 

Kartenreservierungen: 05121-6986175,

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Eintritt: 9 € / 15 €, Ort: Weinsziehr, Wallstr. 12

 

www.barbarakastner.deZuckerhuttheaterprodukt 

 

Ein Projekt von Zuckerhut Theaterprodukt in Kooperation mit dem Theaterhaus Hildesheim

gefördert von: Landschaftsverband Hildesheim, Stadt Hildesheim, Friedrich Weinhagen Stiftung und BWV Beamten-Wohnungs-Verein zu Hildesheim eG.

Wir bedanken uns für die Unterstützung der Willy Dost GmbH